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Autopilot aktiviert: Tesla-Fahrer kracht in Wohnhaus

Bei dem Unfall wurde die Bewohnerin des Hauses getötet. Laut dem Fahrer war Teslas Autopilot aktiviert.
/ Tobias Költzsch
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Welches von Teslas Assistenzsystemen aktiv gewesen sein soll, ist unklar - im Bild: FSD Supervised. (Symbolbild) (Bild: Friedhelm Greis/Golem)
Welches von Teslas Assistenzsystemen aktiv gewesen sein soll, ist unklar - im Bild: FSD Supervised. (Symbolbild) Bild: Friedhelm Greis/Golem

Bei einem schweren Unfall in Katy, Texas, ist ein Tesla-Fahrer mit seinem Fahrzeug in ein Einfamilienhaus gerast. Wie Electrek(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist der Tesla an einer Kreuzung weiter geradeaus in das Haus gefahren, anstatt rechts abzubiegen. Dabei soll der Wagen immer noch eine hohe Geschwindigkeit gehabt haben.

Die Bewohnerin hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Haus auf und konnte trotz eines Hubschraubereinsatzes nicht gerettet werden. Der 44-jährige Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Ihm zufolge war der Autopilot des Tesla beim Unfall aktiviert. Tesla hat dieser Darstellung widersprochen(öffnet im neuen Fenster): Dem Hersteller zufolge soll das Strompedal "zu 100%" durchgetreten gewesen sein. Die ermittelnden Behörden haben sich noch nicht geäußert.

Tesla hat zugegeben, das FSD Supervised aktiv gewesen ist, was zunächst unklar war. Tesla hat zwei Fahrassistenzsysteme: einen einfacheren Assistenten und FSD Supervised, bei dem Fahrer die Hände nicht am Steuer lassen müssen. FSD (Full Self-Driving) Supervised kann Teslas mehr oder weniger autonom vom Start zum Ziel führen.

Allerdings müssen bei beiden Assistenzsystemen die Fahrer immer zum Eingreifen bereit sein. Auch bei FSD Supervised handelt es sich nur um ein Level-2-System, das ständige Aufmerksamkeit erfordert. Kritiker monieren immer wieder, dass Tesla das System in der Werbung als automatisches Fahren charakterisiert.

Dem lokalen Sheriff-Büro von Harris County zufolge ist die Unfallursache noch nicht bestätigt. Die Aussage, dass einer von Teslas Fahrassistenzsystemen aktiv gewesen sein soll, stammt vom Fahrer selbst. Ermittler wollen nun anhand von Telemetriedaten herausfinden, ob dies stimmt.

Der Golem-Blick

Tesla behandelt sein Fahrassistenzsystem FSD Supervised bis heute in zahlreichen Marketing-Videos wie ein Level-3-System oder höher – auch, wenn es das nicht ist. Erst kürzlich wurde ein Video veröffentlicht, in dem ein Fahrer erklärt, sich während der Fahrt immer einen Espresso zu machen. Wer FSD Supervised benutzt, muss aber immer aufmerksam sein und eingreifen können.

Die US-amerikanische Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) leitete in den vergangenen Jahren zahlreiche Untersuchungen wegen Teslas Autopiloten ein. Aktuell werden Vorfälle untersucht, in denen FSD Supervised über rote Ampeln fährt.

Nachtrag vom 24. Juni 2026, 17:35 Uhr

Tesla hat mittlerweile zugegeben, dass FSD Supervised aktiv war, der Fahrer aber das Strompedal durchgetreten haben soll. Der Artikel wurde entsprechend ergänzt, die Ermittlungen laufen weiter.


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