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Crash mit FSD: Familie von Unfallopfer verklagt Tesla

Ein Tesla-Fahrer ist in ein Wohnhaus gerast, die Bewohnerin stirbt. Während die Ermittlungen noch laufen, verklagt die Familie Fahrer und Tesla.
/ Tobias Költzsch
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Der Tesla soll dem Fahrer zufolge bei aktiviertem FSD Supervised in das Haus gekracht sein. (Symbolbild) (Bild: Werner Pluta/Golem)
Der Tesla soll dem Fahrer zufolge bei aktiviertem FSD Supervised in das Haus gekracht sein. (Symbolbild) Bild: Werner Pluta/Golem

Die Familie von Martha Avila hat nach dem Unfall, bei dem sie zu Tode kam, Tesla und den Fahrer des Wagens verklagt. Das berichtet Electrek(öffnet im neuen Fenster). Bei dem Unfall fuhr der 44-jährige Fahrer offenbar ungebremst in ein Wohnhaus, anstatt rechts abzubiegen. Dem Fahrer zufolge soll Teslas Fahrassistenzsystem eingeschaltet gewesen sein.

Tesla bestätigte im Nachgang, dass FSD Supervised aktiviert gewesen war, der Fahrer den automatischen Fahrmodus aber übergangen haben soll. Das Strompedal war Tesla zufolge komplett durchgetreten gewesen, weshalb der Fahrer mit über 120 km/h in das Haus gerast war. Dabei wurden Avila getötet und ihr Schwiegersohn verletzt; ihre Tochter und der Schwiegersohn haben nun die Klage eingereicht.

Darin wirft das Paar Tesla einen Designfehler und eine ausbleibende Warnung vor, dem Fahrer Fahrlässigkeit und grobe Fahrlässigkeit. Derartige Klagen sind in den USA nicht unüblich, da es kein vergleichbares Versicherungssystem wie etwa in Deutschland gibt. Es ist auch nicht ungewöhnlich, derartige Klagen bereits einzureichen, während die Ermittlungen noch laufen.

Genaue Unfalldetails werden noch ermittelt

Aktuell stehen sich die Aussagen des Fahrers und die Erklärung Teslas gegenüber – Ermittler müssen nun herausfinden, was tatsächlich vorfiel. Denkbar ist, dass der Fahrer das Brems- und das Strompedal verwechselte; Alkohol als Ursache soll laut Ermittlern nicht vorliegen. Der Anklage zufolge wird Tesla vorgeworfen, dass FSD Supervised nicht das Ende der Straße erkannte.

Die Klage ersucht um mehr als 1 Million US-Dollar an Schadensersatz plus Strafschadensersatz. Im US-amerikanischen Recht gibt es diese Unterscheidung: Der normale Schadensersatz soll den Schaden des Opfers ausgleichen, der Strafschadensersatz den Täter bestrafen.

In früheren Fällen wurde Tesla bei Unfällen, in denen FSD Supervised eingeschaltet war, zumindest eine Teilschuld zugesprochen. Das war etwa 2025 bei Gerichtsurteil zu einem Unfall in Florida der Fall, bei dem der Fahrer zu 67 Prozent und Tesla zu 33 Prozent schuldig gesprochen wurden. Tesla musste in dem Fall insgesamt 243 Millionen US-Dollar zahlen; das Urteil wurde von einem zweiten Gericht bestätigt.


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