Microsoft: Game Pass wächst viel langsamer als geplant
Microsofts Spieleabo Game Pass wächst offenbar deutlich langsamer als vom Unternehmen erhofft. Wie das Wall Street Journal berichtet, zählt der Dienst derzeit rund 30 Millionen Abonnenten.
Das sind zwar mehr als die zuletzt offiziell bestätigten 25 Millionen aus dem Jahr 2022, das interne Ziel von rund 77 Millionen Nutzern für 2026 wird jedoch klar verfehlt. Diese Prognose wurde im Kartellverfahren rund um die Übernahme von Activision Blizzard öffentlich.
Laut Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) (Paywall) ist die schwache Entwicklung des Game Pass einer der Gründe für den derzeitigen Umbau der Xbox-Sparte. Microsoft streicht im laufenden Geschäftsjahr rund 3.200 Stellen, zudem werden vier Studios ausgegliedert oder verkauft. Das Unternehmen will die Profitabilität des Gaming-Geschäfts verbessern und seine Strategie neu ausrichten.
Microsoft wollte den Game Pass in den vergangenen Jahren mit milliardenschweren Übernahmen wie Activision Blizzard und Zenimax gezielt stärken. Exklusive Spiele und neue Inhalte sollten das Abo zum Herzstück des Xbox-Geschäfts machen.
Call of Duty erst ein Jahr später
Als Reaktion änderte Microsoft in diesem Frühjahr seine Strategie. Unter der neuen Xbox-Chefin Asha Sharma wurde der Preis für Game Pass Ultimate und PC Game Pass wieder gesenkt, nachdem Vorgänger Phil Spencer die Abopreise im Herbst 2025 deutlich angehoben hatte.
Gleichzeitig strich Microsoft einen der wichtigsten Vorteile des Abos zusammen: Neue Call-of-Duty-Spiele erscheinen nicht mehr zum Verkaufsstart im Game Pass Ultimate und PC Game Pass, sondern erst rund ein Jahr später. Damit soll die Gaming-Sparte insgesamt profitabler werden.
Sharma formuliert zugleich ein neues langfristiges Ziel: Microsoft wolle künftig mehr als eine Milliarde Menschen täglich mit Xbox-Inhalten erreichen. Wie das gelingen soll, ließ sie offen. Aktuell kostet Game Pass Ultimate 18 Euro, PC Game Pass 11 Euro und der Standard-Tarif für Konsole 13 Euro (jeweils pro Monat).
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