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U.S. Navy: Kampfflugzeuge-Reparatur aus dem Drucker

Statt Wochen in der Instandsetzung zu verlieren, sollen beschädigte Kampfjets bald an Ort und Stelle repariert werden. Die U.S. Navy testet dafür eine 3D-Drucktechnik.
/ Andreas Donath
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F/A-18 Super Hornet (Bild: U.S. Navy)
F/A-18 Super Hornet Bild: U.S. Navy / CC0 1.0

Die U.S. Navy erprobt eine neue Methode(öffnet im neuen Fenster), um beschädigte F/A-18 Super Hornets zu reparieren. Ingenieure der Naval Air Warfare Center Aircraft Division (NAWCAD) und des Fleet Readiness Centers Southwest (FRCSW) haben ein 3D-Druckverfahren entwickelt, mit dem Wartungsteams Verbundstoffteile direkt flicken können, ohne die Arbeit an ein Reparaturdepot auszulagern.

Labor und Bodentests bestand der Ansatz bereits. Ein Flugtest an einem einsatzfähigen Flugzeug sei für diesen Sommer geplant, wie Verantwortliche des Programms mitteilten.

U.S. Navy will Jets dort reparieren, wo sie fliegen

Schäden an Verbundwerkstoffen, etwa Risse in den Triebwerksklappen, setzten Hornets in der Vergangenheit oft lange außer Gefecht. Solche Reparaturen erfordern normalerweise spezialisierte Techniker und Materialien, die nicht überall verfügbar sind, wo die Maschinen stationiert sind.

Diese Lücke könne Jets deutlich länger am Boden halten als rein mechanische Probleme, so die U.S. Navy. Es ziehe Flugzeuge aus dem Dienst und belaste Lieferketten, die auf den Transport von Teilen über weite Strecken angewiesen seien.

NAWCAD-Commander Rear Admiral Todd Evans erklärte, das Ziel der neuen Methode sei es, Reparaturfähigkeiten näher an die tatsächlichen Einsatzorte der Flugzeuge zu bringen. Er beschrieb das Vorhaben als Versuch, einen komplizierten Reparaturprozess so zu vereinfachen, dass er direkt an vorgeschobenen Stützpunkten stattfinden kann. So müssten die Maschinen nicht mehr andernorts gewartet werden.

Evans bezeichnete das Projekt als Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit der Staffeln von externer Unterstützung. Eine fertige Lösung sei es aber noch nicht, betonte er.

Gedruckte Patches statt langer Wartezeiten

Die Reparatur selbst besteht aus 3D-gedruckten Verbundstoff-Patches, die direkt auf beschädigte Flugzeugoberflächen aufgebracht werden. Die Entwicklungsteams geben an, konkrete Anwendungsschritte und Prüfverfahren entwickelt zu haben, um sicherzustellen, dass die Patches den Sicherheitsstandards für den Flugbetrieb entsprechen. Endgültige Ergebnisse stehen jedoch noch aus. Der bevorstehende Flugtest soll diese liefern.

Bewährt sich das Verfahren unter realen Flugbedingungen, könnte es an Geräte anknüpfen, die die U.S. Navy bereits im Einsatz hat. Der Dienst betreibt derzeit 3D-Drucker an 22 Wartungsstandorten weltweit. Diese Infrastruktur könnte theoretisch Reparaturen vor Ort ohne größere Zusatzinvestitionen ermöglichen.

Dieses bestehende Druckernetzwerk ist einer der Gründe für den vorsichtigen Optimismus der Verantwortlichen. Statt neue Kapazitäten von Grund auf aufzubauen, würde das Programm größtenteils auf bereits vorhandene Hardware zurückgreifen und sie für eine Aufgabe nutzen, für die sie ursprünglich nicht geplant war.

Offen ist bislang, wie sich der Prozess auf unterschiedliche Arten von Verbundstoffschäden skalieren lässt und welche Ausbildung Matrosen benötigen würden, um die Reparaturen eigenständig durchzuführen.


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